für Sachsen
Betriebsmitteilung
STAATSBETRIEB SACHSENFORST
Geschäftsleitung, Referat Waldentwicklung/Waldschutz
Waldschutz- Information 1/2025
Anlagen: 1) Ergebnisse der Winterbodensuche 2024/2025 über alle Eigentumsformen 2) Pflanzenschutz-Warndienst Nr. 1 des LfULG
- Prognose der Fraßschäden an Kiefern 2025
Im zurückliegenden Winter wurden inkl. Verdichtungen in 358 Kiefernbeständen Winterboden- suchen (WiBoSu) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen für den überwiegenden Anteil der mit dem Verfahren überwachten nadelfressenden Arten unkritische Populationsdichten (siehe Anlage). Die Dichten der Forleule stiegen allerdings entsprechend ihres langjährigen Zyklus regional deutlich an. Lokal erfolgten aufgrund erhöhter Puppendichten der Forleule insbesondere in den Untersuchungsgebieten (UG) 5 „Krebaer Niederung und Nieskyer Randplatte“ und 7 „Nochtener Dünengebiet“, abgeschwächt auch in den UG 6 „Königswarthaer Niederung“ und 8 „Platten (Grausteiner, Jerischker, Westpremberger kippenreiche), Spreetalabschnitt und Muskauer Falten- bogen“ nach dem stufigen Verfahren Verdichtungen der Bodensuchen bzw. wurden zusätzliche Standorte für eine Pheromonüberwachung etabliert. Etwa zwei Wochen nach dem Schwärmflug- maximum erfolgen voraussichtlich Anfang/Mitte April punktuell Eisuchen. 2025 sind auf Grundlage aller festgestellten Dichtewerte lokal in den Schwerpunktbereichen im Privat- und Bundeswald auf etwa 1200 ha Fraßschäden bis hin zum Kahlfraß nicht ausgeschlossen, Maßnahmen zur Schad- reduktion werden nach aktuell vorliegendem Stand aber nicht vorbereitet. Die nachgewiesenen Dichten des Kiefernspinners zeigen nur räumlich konzentriert in einem Bereich im UG 7 „Nochtener Dünengebiet“ erhöhte Niveaus, wobei die Warnschwellen insgesamt in etwa 10 Prozent der Bestände überschritten werden. Im Gebiet der Muskauer Heide wird für zwei Bestände (Revier Brand Abt. 220b2, Daubitz Abt. 414a2) eine ergänzende Pheromonüberwachung empfohlen, um die Rahmen- bedingungen für die Anlage der nächsten Generation einschätzen zu können. Der Kiefernspanner befindet sich zurzeit in der Latenzphase. Die in Abb. 1 dargestellten summarischen maximalen Gefährdungsziffern zeigen die beschriebenen Schwerpunkte für die beobachteten Arten.
Die Anzahl der bei den Bodensuchen registrierten Trieb-Absprünge durch Waldgärtner zeigt, dass
sich diese Borkenkäferarten analog zu den entsprechenden Befallsholzmeldungen überwiegend im
Bereich der Latenz befinden. Nur für jeweils einen Teil der Flächen in den UG 2 „Dahlener
Heidehochfläche und Schildauer Heiderandplatte und Elsterwerdaer Niederung“, 4 „Thiendorfer
Randplatte und Hochflächen und Ruhlander Niederung“ und 5 „Krebaer Niederung und Nieskyer
Randplatte“ liegen erhöhte Werte vor. Die Abbildung 2 zeigt für die genannten Arten die in den Jahren
ab 2010/11 - in Bezug zur Anzahl der jeweils beprobten Bestände - aufgetretenen Schwellenwert-
überschreitungen und verdeutlicht das aktuell überwiegend geringe, teilweise (für die Forleule)
deutlich angestiegene Niveau der mit den Winterbodensuchen überwachten Arten.
- Die vollständige Waldschutz-Information 1/2025 finden Sie in der Anlage:
PDF-Waldschutz-Information 1/2025: Waldschutzinfo_1_2025_inkl_Anlage.pdf
PDF-Waldzustandsbericht 2024: SMEKUL_2024_Waldzustandsbericht_barrierefrei.pdf
Waldschutz- Information 2/2025
- Prognose der Fraßschäden an Kiefern 2025
Aufgrund lokal erhöhter Forleulendichten wurden lokal zusätzliche Standorte zur Pheromon-
überwachung etabliert (siehe WS-Info 1/2025). Die Pheromonfangergebnisse dienen im Gegensatz
zur Winterbodensuche nicht der Ableitung absoluter Dichten, sondern können lediglich für die
Ableitung günstiger Eisuchzeiträume (möglichst alle Eier abgelegt, aber noch wenige Larven
geschlüpft) herangezogen werden. In diesem Jahr stellt sich der Schwärmflug räumlich und zeitlich
relativ heterogen dar, sodass die Eiablagen (siehe Abb. 1) in den meisten Fällen nicht konzentriert /
synchron erfolgen. Das erschwert auch die Terminierung günstiger Eisuchtermine. Die Eisuchen
sollten nach aktuellem Informationsstand etwa 10 bis Tage nach dem Hauptschwrmzeitpunkt
erfolgen. Abhängig von den bisherigen Fangergebnissen ist dies für einige Bestände voraussichtlich
bereits aktuell der Fall, für andere wurde der Hauptschwärmphase noch nicht überschritte, es gab
aber bereits lokale Maxima.
- Die vollständige Waldschutz-Information 1/2025 finden Sie in der Anlage:
PDF-Waldschutz-Information 2/2025: Waldschutzinfo_2_2025.pdf