Gemeinsames Positionspapier zur Wiederherstellungsverordnung am 07.05.2026 übergeben

Verbände übergeben gemeinsames Positionspapier zur Wiederherstellungsverordnung

Anlässlich der 106. Umweltministerkonferenz in Leipzig haben die führenden sächsischen Landnutzerverbände ein gemeinsames Positionspapier zur nationalen Umsetzung der europäischen Wiederherstellungsverordnung (W-VO) an Sachsens Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch, als aktuellen „Hausherrn“ der deutschen Umweltministerkonferenz übergeben.

Der Sächsische Waldbesitzerverband hat das Positionspapier gemeinsam mit dem Sächsischen Landesbauernverband e. V., den Familienbetrieben Land und Forst Sachsen und Thüringen, dem Landesverband Sächsischer Angler e. V. sowie dem Sächsischen Landesfischereiverband e. V. im Vorfeld der Umweltministerkonferenz erarbeitet und abgestimmt. Die beteiligten Verbände bekennen sich ausdrücklich zu den Zielen des Natur- und Umweltschutzes. Die Wiederherstellungsverordnung (W-VO) kann diesen Zielen in ihrer derzeit vorgesehenen Ausgestaltung jedoch nicht gerecht werden. Statt auf Kooperation, Fachwissen und die Erfahrungen der Flächennutzer zu setzen, drohen zusätzliche Auflagen und Nutzungseinschränkungen, die die Akzeptanz notwendiger Naturschutzmaßnahmen erheblich beeinträchtigen können. Gleichzeitig machen die Verbände deutlich, dass erfolgreiche Maßnahmen nur gemeinsam mit den Menschen umgesetzt werden können, die täglich Verantwortung für Wald, landwirtschaftliche Flächen und Gewässer tragen.

Zu den zentralen Forderungen des Positionspapiers gehören eine praxistaugliche Umsetzung der Verordnung, die frühzeitige Einbindung der Eigentümer und Bewirtschafter, verlässliche Finanzierungsmodelle sowie die Vermeidung zusätzlicher bürokratischer Belastungen. Aus Sicht des Sächsischen Waldbesitzerverbandes müssen freiwillige und kooperative Ansätze Vorrang vor ordnungsrechtlichen Vorgaben haben, um die Akzeptanz und den langfristigen Erfolg von Maßnahmen zur Wiederherstellung von Ökosystemen zu sichern.

Gemeinsam mit seinen Partnerverbänden setzt sich der Sächsische Waldbesitzerverband mit Nachdruck für eine ausgewogene, praxisnahe und fachlich fundierte Umsetzung von Natur- und Umweltschutzzielen ein. Dabei müssen die Erfahrungen und das Wissen der Menschen berücksichtigt werden, die täglich Verantwortung für Wald, landwirtschaftliche Flächen und Gewässer tragen. Nachhaltige Lösungen können nur im Dialog mit den Eigentümern und Bewirtschaftern entwickelt werden. Freiwilligkeit, Kooperation und Verlässlichkeit bilden dabei die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung zukünftiger Maßnahmen.

Der direkte Austausch mit Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch und weiteren Ministern bot die Gelegenheit, die gemeinsamen Anliegen der Landnutzerverbände persönlich zu erläutern und auf die Bedeutung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Politik, Eigentümern und Bewirtschaftern hinzuweisen.

Mit dem gemeinsamen Positionspapier setzen der Sächsische Waldbesitzerverband und seine Partnerverbände ein deutliches Zeichen für eine ausgewogene und praxisgerechte Umsetzung von Natur- und Umweltschutzzielen. Nur wenn Eigentümer und Bewirtschafter frühzeitig eingebunden werden und ihre Erfahrungen in die Ausgestaltung von Maßnahmen einfließen, können Naturschutz, Klimaschutz und nachhaltige Landnutzung dauerhaft erfolgreich miteinander verbunden werden.

Beitrag und Fotos: Sächsischer Waldbesitzerverband e.V.

Forderungsschreiben: 2026 W-VO Forderungsschreiben Sachsen UMK.pdf

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