für Sachsen
Betriebsmitteilung
STAATSBETRIEB SACHSENFORST
Geschäftsleitung, Referat Waldentwicklung/Waldschutz
Waldschutz- Information 1/2026
Ergebnisse der Winterbodensuchen 2025/2026 über alle Eigentumsformen
- Prognose der Fraßschäden an Kiefern 2026
Im zurückliegenden Winter wurden per 16.03.26 inkl. Verdichtungen in 312 Kiefernbeständen Winterbodensuchen (WiBoSu) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen für den überwiegenden Anteil der mit dem Verfahren überwachten nadelfressenden Arten unkritische Populationsdichten (siehe Anlage). Die Dichten der Forleule (siehe Abb. 1) lagen entsprechend ihres langjährigen Zyklus regional noch auf einem erhöhten Niveau. Lokal erfolgten für wenige Bestände aufgrund erhöhter Puppendichten in den Untersuchungsgebieten (UG) 5 „Krebaer Niederung und Nieskyer Randplatte“ und 7 „Nochtener Dünengebiet“ nach dem stufigen Verfahren Verdichtungen der Bodensuchen bzw. wurden zusätzliche Standorte für eine Pheromonüberwachung etabliert. Nach Rückmeldung aus dem Bundesforstbetrieb Lausitz wurden erste Falterfänge in den Variotrapfallen in der 11. KW registriert, abschließende Ergebnisse dazu liegen voraussichtlich im Mai vor.
2026 sind auf Grundlage aller festgestellten Dichtewerte in den Schwerpunktbereichen im Privat- und Bundeswald kleinräumig Fraßschäden bis hin zum Kahlfraß nicht ausgeschlossen, Maßnahmen zur Schadreduktion sind aber nicht erforderlich.
Die nur noch in geringen Dichten und überwiegend im UG 7 „Nochtener Dünengebiet“ nach- gewiesenen Kiefernspinner-Raupen bestätigen den Eintritt dieser Glucken-Art in die Latenz. Der Kiefernspanner und die Blattwespen-Arten befindet sich weiterhin in der Latenzphase. Die in Abbildung 2 dargestellten summarischen Gefährdungsziffern zeigen die regionale Beschränkung der Schwerpunkte für die beobachteten Arten.
Die Anzahl der bei den Bodensuchen registrierten Trieb-Absprünge durch Waldgärtner zeigt, dass sich diese Borkenkäferarten analog zu den entsprechenden Befallsholzmeldungen überwiegend im Bereich der Latenz befinden. Für einen Teil der Flächen im UG 4 „Thiendorfer Randplatte und Hochflächen und Ruhlander Niederung“ liegen erhöhte Werte vor.
Die Pheromonfallenfänge der Nonne wurden im Sommer 2025 in insgesamt 234 Überwachungs-
beständen (davon 50 Fichten- oder Lärchenbestände) durchgeführt. Die Anzahl dieser Bestände war,
hauptsächlich begründet durch bergrechtliche Sperrbereiche, geringer als in Vorjahren. Mit im
Maximum 426 Faltern in einer Falle im FoB Dresden (Revier Cosel) wurde landesweit keine
Schwellenwertüberschreitung (seit 2022: 1.000 Falter pro Falle in der Fangsaison) festgestellt.
Basierend auf diesen Ergebnissen ist im laufenden Jahr auffälliger Fraß von Nonnenraupen
unwahrscheinlich. Die Pheromonfallenfänge im Sommer stellen damit den nächsten regulären
Überwachungsschritt dar.
- Die vollständige Waldschutz-Information 1/2026 finden Sie in der Anlage:
PDF-Waldschutz-Information 1/2026: Waldschutzinfo_1_2026_mit_Anlage-1.pdf
PDF-Waldzustandsbericht 2025: SMUL_Brosch_re_Waldzustandsbericht_2025_barrierefrei.pdf
Waldschutz- Information 2/2026
- Nachtrag zur Prognose der Fraßschäden an Eichen 2026 (zu Waldschutz-Info 1/2026 Pkt. 2)
Zur Überwachung des Grünen Eichenwicklers erfolgten Anfang März im Landeswald in 7 lang- jährigen Monitoringbeständen Probenahmen. Dabei wurden von Baumsteigern entsprechend der gültigen Verfahrensbeschreibung („Steigerproben“ - S) bevorzugt in den Lichtkronen der Eichen Probereiser geworben. In den Beständen wurden zusätzlich Proben mittels Drohnen-Greifarm (D) gewonnen. Für drei der Bestände wurde ergänzend vorliegendes Probenmaterial aus dem Winter- einschlag (W) zum Vergleich genommen. Probebaumweise (S) bzw. in Form von Mischproben (D und W) wurden die Zweige aller Herkünfte nach Auszählung der vorhandenen Knospen in einer Klimakammer in die Photoeklektor-Röhren, vom Licht abgeschlossen, frühlingshaften Temperaturen ausgesetzt. Die aus den Eiern ausschlüpfenden und sich in Richtung einzigem Lichtschein bewegen- en Larven, konnten bei regelmäßigen Kontrollen der Sammelgefäße registriert werden.
Im Ergebnis zeigt sich für das Frühjahr 2026 ein niedriges Dichteniveau, bei einem im Vergleich der
aktuellen Dichtewerte (siehe Abb. 1) zum Vorjahr (siehe WS-Info 2/2025 Pkt. 2) für fast alle Standorte
leichten Anstieg. Lediglich für den Bestand in der Massenei liegt ein rückläufiger Trend vor.
- Die vollständige Waldschutz-Information 2/2026 finden Sie in der Anlage:
PDF-Waldschutz-Information 2/2026: Waldschutzinfo_2_2026.pdf