Sehr geehrte Damen und Herren,
beim Einsatz von Rückepferden in der Forstwirtschaft ist im Rahmen der naturnahen Waldbewirtschaftung eine langsame Zunahme festzustellen, nachdem er zum Ende des letzten Jahrhunderts durch starke Zunahme der hochmechanisierten Holzernte, gemessen an der Holzeinschlagsmenge, fast vollständig verschwunden war. Rückepferde benötigen keine maschinenbefahrbaren Rückegassen, sie verursachen praktisch keine Bodenschäden, stellen bei geringem Hiebsanfall und auf problematischen Standorten eine sinnvolle Alternative zum Einsatz motorisierter Rücketechnik dar. Für die Anlage von Saaten in der Waldverjüngung gibt es mittlerweile zahlreiche positive Beispiele. Der Aspekt der flächigen Befahrung gewinnt vor dem Hintergrund der forstlichen Förderung an Bedeutung. Unter ökologischen Gesichtspunkten ist dem Einsatz von Pferden in der modernen Forstwirtschaft eine hohe Bewertung einzuräumen. Er ist klimaneutral und schafft Arbeitsplätze, vor allem auch im ländlichen Raum. Arbeitsbereiche für Pferde finden sich aber nicht nur in der Forstwirtschaft, auch im Land- und Weinbau, im Naturschutz und auch im Tourismus.
Die Forstpolitik im Freistaat Sachsen möchte auch den Einsatz von Pferden in der Forstwirtschaft ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Naheliegend sind es besonders die Bereiche Holzrückung und Saat. Ich bitte Sie daher, den Staatsbetrieb Sachsenforst über entsprechende Aktivitäten im I. Quartal 2022 für die öffentlichkeitswirksame Darstellung von unterschiedlichen Möglichkeiten des Pferdeeinsatzes in der Waldbewirtschaftung zu informieren.
Bitte wenden Sie sich hierzu an Herrn Dr. Coordes, Leiter des Büros der Geschäftsführung, unter
Möglicherweise ist diese E-Mail auch Anlass für Sie, entsprechende Aktivitäten zu initiieren.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Greeb
Sachbearbeiter
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STAATSBETRIEB SACHSENFORST
Abteilung Obere Forst- und Jagdbehörde, Naturschutz im Wald
Referat 54 | Privat- und Körperschaftswald, Forstpolitik
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